Vergangene Projekte

2016

Rundfunkaufnahme

Im ersten Halbjahr 2016 bereitete das SZO seine diesjährige Rundfunkaufnahme in fünf Tages- und Wochenendproben vor. Eines der vier Werke, die dann am 2. Juli beim SR eingespielt wurden, ist die „Saar Bande“, welche der südamerikanische Komponist Daniel Wolff dem SZO im Rahmen des BDZ-Eurofestivals der Zupfmusik 2014 gewidmet hat. Wie der Name schon sagt, erinnert das Werk in abgewandelter Form an einen höfischen Tanz im Dreiertakt. „Cool & Blue“ aus der Feder des deutschen Jazzmusikers Peter Lehel, für Tenorsaxophon (Solist: Michael Bick) und Zupforchester, vermittelt ein mitreißendes Feeling. „The City Awakens“, ein programmatisches Werk des Niederländers Emiel Stöpler, erzeugt Impressionen einer zunächst noch verschlafenen, aber dann langsam erwachenden Stadt. „Kalimba“ ist eine Komposition für Gitarrenquartett, welche der schweizerische Gitarrist und Schlagzeuger Jürg Kindle in seiner Reihe „Percussion Guitar Music“ veröffentlicht hat. Die Kalimba ist ein Jahrhunderte altes, ursprünglich aus Afrika stammendes Instrument, dessen Klänge von den Gitarristen des SZO nachgeahmt werden.

Konzert mit Uraufführung

Was haben Arcangelo Corelli und Charlie Parker gemeinsam? Obwohl beide mehr als 200 Jahre Musikgeschichte voneinander trennen, ist es Helmut Fackler – ehemaliger Tonmeister des SR und Dirigent des SZO von 1981 bis 1987 – in einem Auftragswerk für das Saarländische Zupforchester gelungen, eine Verbindung zwischen den beiden Komponisten zu schaffen. In dem aus drei Sätzen bestehenden Konzert für Zupforchester und Saxophon wird der Zuhörer neben Elementen aus Barock und Jazz auch bekannte Themen aus Werken von Richard Strauss und Niccolò Paganini wiedererkennen. Die Uraufführung dieser neuen Komposition für das SZO fand am 25. September im Cloef-Atrium in Orscholz statt. Darüber hinaus standen an diesem Abend die vier Werke, die im Juli beim Saarländischen Rundfunk eingespielt wurden sowie ein imposantes orientalisches Werk des Komponisten Amadeo Amadei auf dem Programm. (Zum ausführlichen Konzertbericht)

Solist: Michael Bick
Solist: Michael Bick
Das Orchester
Das Orchester
Gitarren & Bass
Gitarren & Bass
Applaus! Applaus!
Applaus! Applaus!

Das SZO bekommt Nachwuchs

Vom 2.-4. September fand in der Landesakademie Ottweiler eine intensive Vorbereitung auf das Konzert am 25. September statt. An diesem Wochenende durften wir neue Mitspieler/innen begrüßen, die nach langjähriger Erfahrung im Saarländischen Jugendzupforchester nun das SZO verstärken und frischen Wind bringen. Seit einigen Jahren ist es Tradition, einmal im Jahr ein solches Probenwochenende durchzuführen, zu dem häufig auch namhafte Dozenten eingeladen werden. So konnte in vertrauter Atmosphäre und unter reichhaltiger Verköstigung von freitags bis sonntags am letzten Feinschliff der aktuellen Werke gearbeitet werden. Bei gemütlichen Abenden im Bistro der Landesakademie kamen alte und neue Spieler schnell miteinander ins Gespräch. Wir sagen an dieser Stelle noch einmal: „Herzlich willkommen!“

SZO-Nachwuchs SZO-Nachwuchs:

Steven Sydow, Tim Beuren, Kevin Sydow, Jaqueline Rausch, Florian Dahmen, Andreas Lorson, Tanja Voigt

Neue Homepage

Das SZO freut sich, seinen neuen Internetauftritt vorstellen zu können. Mit neuem modernem Layout und zeitgemäßer Technik, die unterschiedlichste Bildschirmgrößen, also auch Smartphones, unterstützt, kann sich die Seite http://szo-online.de/szo/de/ im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Wir danken Simon Hümbert für den gelungenen Entwurf und die sorgfältige Migration.

 

2015

PI:Saar-Projekte: SZO unterstützt Nachwuchsförderung

Bei „Pi:Saar“ – einem Online-Wettbewerb um die besten Bildungsideen im Saarland, der alljährlich vom Versicherer CosmosDirekt veranstaltet wird – gewann das Saarländische Zupforchester (SZO) 2014 mit einem musikpädagogischen Konzept zur landesweiten Nachwuchsförderung einen ersten Platz und durfte sich über einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro freuen. Jetzt konnten dank dieser Fördergelder die ersten Projekte zur Ausbildung junger Mandolinen- und Gitarrenspieler realisiert werden. Das SZO bedankt sich hier nochmals ausdrücklich bei den zahlreichen Fans, die mit ihrer Stimme diesen ersten Preis möglich gemacht haben.

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Konzertreise Sizilien

Auf Einladung von Herrn Prof. Baldo Calamusa unternahm das Saarländische Zupforchester (SZO) in der Zeit vom 28.08. bis 06.09.2015 eine Konzertreise nach Sizilien. Herr Calamusa wurde über die Berichterstattung zum 60-jährigen Jubiläum auf das Orchester aufmerksam und setzte sich sofort mit dem Dirigenten Reiner Stutz in Verbindung. Herr Calamusa ist selbst Gitarrist. Er studierte bei Prof. Dieter Kreidler in Düsseldorf und später bei Prof. Hans Gräf an der Folkwang-Universität in Essen. 1987 erwarb er am Konservatorium von Trapani/Sizilien sein Diplom in Gitarre mit Auszeichnung. Heute gibt er selbst Gitarrenunterricht und organisiert Konzerte in seiner Heimat. Durch dieses Engagement kam das SZO in den Genuss der Sizilienreise.

Während der zehntägigen Konzertreise gab das Orchester vier Konzerte. Diese fanden am 30.08. in Calatafimi, am 31.08. in Trapani, am 02.09. in Alcamo und am 04.09. in Castellammare statt. Werke von Vivaldi, Mezzacapo, Braun, Ambrosius, Munier, Stöpler, Bozza, Lehel und Amadei begeisterten die Zuhörer. Natürlich waren Proben vor Ort für erfolgreiche Konzerte unumgänglich. Dennoch blieb auch Zeit, Geschichte und Kultur der Region kennenzulernen. So besichtigte das SZO unter anderem die Hauptstadt Palermo sowie die Tempelruinen von Selinunt und Segesta, ein Muss für jeden Sizilienreisenden.

Lesen Sie mehr dazu im ausführlichen Reisebericht (hier) von Silke Grabowski-Kirst und Nicole Forse sowie im Interview (hier), das Goran Goić vor Ort mit Prof. Baldo Calamusa geführt hat.

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SZO & Friends – Gemeinschaftskonzert

Die Saarländische Zupfmusik ist gut vernetzt. Was digitale Medien wie Facebook und Co. lediglich ankündigen oder dokumentieren können, wird von drei Orchestern aus unserer Region aktiv und intensiv gelebt.

Andrea Schwamberger, Anfang dieses Jahres leider verstorben, war bedeutender Teil dieses Netzwerkes. Auf ihre Initiative hin veranstaltete das Saarländische Zupforchester zusammen mit einer Spielgemeinschaft der Zupforchester Friedrichsthal und Friedrichweiler am 17. Oktober ein facettenreiches Konzert unter dem Motto „SZO & Friends“. Im gut besuchten VHS-Zentrum Saarbrücken zeigte sich der Facettenreichtum sowohl im Programm als auch in der Besetzung: Von Vivaldi bis zu Zeitgenossen, von Katalanischen Impressionen hin zu den Klängen einer erwachenden Stadt – den Zuhörer erwartete eine aufregende Reise durch verschiedene Zeiten und spannende Kulturen. Neben der Premiere des Projektorchesters Friedrichsthal-Friedrichweiler war auch das Saarländische Zupforchester in besonderen Formationen zu hören. Das Mandolinen- sowie das Gitarrenensemble des SZO boten die technischen und akustischen Möglichkeiten der jeweiligen Instrumente dar. Zum Finale führten alle mitwirkenden Musiker gemeinsam ein imposantes orientalisches Werk von Amadeo Amadei auf. Belohnt wurde das Gemeinschaftsprojekt durch ein begeistertes Publikum, welches mehrere Zugaben forderte.

Die Rezension des Konzertes in der Saarbrücker Zeitung findet sich hier.

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2014

Jubiläum 60 Jahre SZO

    • Rundfunkaufnahme für die Produktion der Jubiläums-CD Facetten
    • Konzert mit dem New American Mandolin Ensemble (Leitung: Mark Davis) in der Europäischen Akademie Otzenhausen
    • Teilnahme am Eurofestival der Zupfmusik in Bruchsal
    • Erster Platz beim Wettbewerb PI:SAAR (Initiative der CosmosDirekt für Bildung im Saarland)

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    • Konzertreise nach Berlin
      • Konzert in der Landesvertretung des Saarlandes anlässlich des Tages der Deutschen Einheit
      • „Serenadenmusik“ in der ev. Kirche Alt-Tegel Berlin mit dem Gitarrenensemble Bruno Henze

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    • Jubiläumskonzert 60 Jahre SZO in der Stadthalle Lebach

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  • Adventslunch in der Europäischen Akademie Otzenhausen

 

2013

  • Konzert der Landeszupforchester im Rahmen des BZVS-Jubiläums im Großen Sendesaal des SR
  • Rundfunkaufnahme für die Produktion der Jubiläums-CD Facetten
  • Jubiläumskonzert des BZVS im Saalbau in St.Wendel
  • Lunchkonzert in der Europäischen Akademie Otzenhausen

 

2012

Konzertreise USA

Im Oktober 2012 unternahm das Saarländische Zupforchester eine zweiwöchige USA-Tournee.

Dank vieler Kontakte in die Staaten hatten wir Einladungen zu sechs Konzerten erhalten, eins davon in Louisiana und fünf weitere in Connecticut, Rhode Island und New Hampshire.

Unser erster Auftritt fand im Acadiana Center for the Arts in Lafayette statt, das unter der Leitung des renommierten Gitarristen Dr. Gerd Wüstemann steht, den wir bereits 1998 bei unserer ersten USA-Tournee kennengelernt hatten.
Über New Orleans führte uns unsere Reise dann weiter in die Neuenglandstaaten. Der Kontakt zu Mark Davis, der unter anderem bei Siegfried Behrend, dem ehemaligen Dirigenten des SZO, studiert hatte, ermöglichte uns weitere Konzerte in Hampton und Providence.
Des Weiteren gastierten wir auf Initiative von August Watters (Professor für Gehörbildung am Berklee College of Music) in Peterborough.

Ein ausführlicher Reisebericht befindet sich hier.

Konzerttermine

  • 24.10.2012: Acadiana Center for the Arts in Lafayette Louisiana
  • 26.10.2012 (vormittags): Konzerte in der Hampton Elementary School und der Parrish Hill High School
  • 26.10.2012 (abends): Konzert im Auditorium der Parrish Hill High School
  • 27.10.2012: Konzert mit dem Providence Mandolin Orchestra im Carter Music Center of the Rhode Island Philharmonic Music School
  • 28.10.2012: Konzert in der Town Hall von Peterborough
Gruppenbilder
Konzertbilder

 

2011

  • Benefizkonzert für Japan am 1. Mai in der Primshalle in Schmelz (Artikel News).
  • Konzerte am 5. und 6.11. im Rathaus von Friedrichsthal und der Stadthalle in Lebach (Artikel News).

 

2010

  • Wir beteiligen uns mit einer Rundfunkaufnahme und einigen Konzerten am Konietzny-Jahr 2010
    Hier einige Gedanken von Edwin Mertes zur Produktion von Konietznys So na allochroisch: Poet der Klangfarben
  • Wir nehmen am Eurofestival Zupfmusik 2010 vom 03.-06. Juni 2010 in Bruchsal teil. Aufführen werden wir die Konzertante Musik für Flöte und Cembalo von Heinrich Konietzny (1910-1983) mit den Solisten Julia Köhl (Querflöte) und Ivette Kiefer (Cembalo) sowie einige Sätze aus der West Side Story von Leonard Bernstein (1918-1990) in einer Bearbeitung von Tatjana Osipova

 

2009

  • 29.April 2009: Konzert im Saalbau St.Wendel
  • 07.August 2009: Gemeinsames Essen mit japanischen Gästen in Oberthal
  • 09.-11. Oktober 2009: Intensivprobephase im Château du Hochberg im Elsass
  • 07. November 2009: Rundfunkaufnahme SR Saarbrücken
  • 08. November 2009: Live-Auftritt in der SR3-Sendung „Singendes, Klingendes Dreiländereck“
  • 22. November 2009: Konzert in Kirkel mit Verleihung der Leo Clambour-Medaille an Brigitte Schwarz und der Ehrenplakette des Kultusministeriums an Edwin Mertes
  • 12. Dezember 2009: Konzert beim Lions Club Hermeskeil

 

2008

  • 06.12.2008: Benefizkonzert in Sulzbach zugunsten der Benin-Hilfe.
  • 21.09.2008: Konzert in Metz
  • 20.09.2008: Rundfunkaufnahme Saarländischer Rundfunk

Japan-Konzertreise 14.-28.März 2008

Inzwischen ist das Orchester wieder wohlbehalten und ganz begeistert von den vielen Eindrücken von der Japan-Tour zurück.
Wir gaben sechs sehr erfolgreiche Konzerte in verschiedenen japanischen Städten:

  • Uhara Hall in Kobe, 16.03.2008
  • Tezukayama High School in Nara, 18.03.2008
  • Kyoto Concert Hall in Kyoto, 18.03.2008
  • City Hall Miyamachi in Fujinomiya, 22.03.2008
  • Higashi High School in Kawagoe, 24.03.2008
  • Aula des Lutheran Ichigaya Centers in Tokio, 25.03.2008(Gemeinsam mit dem exzellenten Solisten Goh Mochizuki).

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Die 33 Mitreisenden erlebten außerdem eine Fülle touristischer Highlights und unvergessliche Begegnungen mit den japanischen Gastgebern. Die Tour verlief reibungslos.

Reisebericht von Nicole Forse und Silke Grabowski-Kirst
Bilder von den Konzerten
Eine Sammlung von Gruppenbildern
Eine Auswahl der Privatbilder von Volker
Eine Auswahl der Privatbilder von Silke
Eine Auswahl der Privatbilder von Doro
Eine Auswahl der Privatbilder von Markus
Eine Auswahl der Privatbilder von Robert

 

2007

 

2006

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2004

50 Jahre SZO

Brillantes Jubiläumskonzert des SZO am 06.11.2004 im Saarbrücker Schloss

Vor 50 Jahren hätte kein Rezensent der Mandolinenmusik eine Entwicklung und Entfaltung auf künstlerischem Niveau zugetraut, keiner hätte 1954 dem überwiegend aus Dirigenten der saarländischen Mitgliedsvereine zusammengesetzten ersten Verbandsorchesters die Prognose gestellt, über Jahrzehnte erfolgreich zu wirken und einen führenden Platz in der Kulturland des Landes einzunehmen. Niemand konnte die literarische Entwicklung vom pseudo-romantischen Unterhaltungsstil in die Gefilde ernstzunehmender, gültiger, zeitgenössischer Musik vorhersagen. Das Saarländische Zupforchester hat Erfolgsgeschichte geschrieben und eine mehr als positive Bilanz aufzuweisen. Das halbe Jahrhundert ist erreicht. Grund zum Feiern !! Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 50-jährigen Bestehen und Wirken des SZO’s war die als Jubiläumskonzert angekündigte Präsentation dieses saarländischen Elitezupforchesters. Der künstlerische Leiter, Reiner Stutz, der auch durch das Programm führte, erläuterte das Programmmotto: Von allen vormalige Dirigenten dieses Orchesters, die auch alle Komponisten waren, sollte ein repräsentatives Werk aufgeführt werden. Der in jeder Beziehung optimale Schlosssaal verlieh der gelungenen Aufführung das angemessen, festliche Ambiente.
Nach den Grußworten des BZVS-Präsidenten Thomas Kronenberger wurde das Programm mit einem konventionellen Werk von Hans Schmitt eröffnet. Hans Schmitt, ein verdienstvoller Pionier der saarländischen Mandolinenmusik hatte 1954 das erste Lehrgangsorchester zum Bundesorchester weiterentwickelte, aus dem das SZO hervorging. Die exzellente Wiedergabe seiner romantisch-folkloristischen „Ungarischen Skizzen“ begeisterte nicht nur den anwesenden Komponisten. Mit Heinrich Konietzny´s „So-na-Allochroisch“ ging es – mit Oboe und Schlagwerk angereichert – in die zeitgenössische Avantgarde. Die lautmalerische Peking-Nachtigall, repräsentiert in der Solo-Oboe, von V. Kaliunas virtuos gespielt, brillierte über einem spektakulär kolorierten Klangteppich, den der Perkussionist Th. Gärtner und das Orchester effektreich webten.
Von Siegfried Behrend, dessen zeitgeschichtliches Wirken von R.Stutz hervorgehoben wurde, hätte man hunderte Werke aufführen können. Als er das Orchester 1960 neu formierte und zu einem hochkarätigen Ensemble formte, lag sein kompositorischer Schwerpunkt auf der Einrichtung geeigneter Barockmusiken. Auf seinen Tourneen durch die ganze Welt, die er damals als Ausnahmegitarrist unternahm, ließ er sich inspirieren, internationale folkloristische Werke für Zupforchester zu arrangieren. Darüber hinaus gilt er als Protagonist der Avantgarde und der Experimetell-Graphischen Musizierpraxis mit Zupfinstrumenten. Stellvertretend für sein frühes Wirken wurde eine Vivaldi-Adaption gewählt: das Concerto in D-Dur für Sologitarre und ZO. Dieses sehr populäre Werk wurde von dem jugendlichen Matthias Nicola ausgezeichnet interpretiert und vom Orchester sensibel begleitet.
Von Konrad Wölki, einem der führenden Zupfmusikexperten und Volksmusikpädagogen des 20. Jahrhunderts, erklang eine gemäßigt moderne Spielmusik mit dem Titel „Wechselspiele“.
Der anwesende Komponist Helmut Fackler bedankte sich für die vorzügliche Wiedergabe seines „Divertimento“, eine quasi cineastische Musik, mit lyrischen, motorischen und tänzerisch-burlesken Episoden.
Der nachfolgende Programmtitel, „Verwandlungen“ von Reiner Stutz, war schwere Kost für Spieler und Zuhörer. Die kompositorische Idee ist die Verfremdung des motivischen Materials und der eingewebten Zitate. Die Realisierung dieser orchestralen Metamorphosen von sehr hohem Schwierigkeitsgrad wurde meisterhaft gelöst.
Aufsehenderregend war die Präsentation des „Konzertes für Cembalo und ZO“ mit dem 16-jährigen Tobias Rößler als Solisten, mit dem das offizielle Programm abschloss. Das 20-minütige vitale Werk ist eine Art klanglicher Zeitreise von Bach bis Schönberg. Das Publikum forderte nach dieser souveränen Darbietung vom Solisten eine Zugabe, die er mit jugendlichem Charme bravourös meisterte. Mit zwei Zugaben konnte das SZO auch noch Folkloristischunterhaltsames aus Behrends Feder darbieten. Bei diesen Piècen hätte allerdings eine Prise spontaner Spielfreude und „Augenzwinkern“ den persiflierenden Charakter der Kompositionen verdeutlichen können.
Resümee: Ein alles in allem repräsentatives, interessantes Konzert; ein gelungener Abend; eine Zupfmusikpräsentation auf höchstem Niveau. Das Jubiläumsorchester zeigte sich an diesem Abend in exzellenter Form und meisterte die hohen technischen und musikalischen Anforderungen der Werke mit Akkuratesse, Verve und differenzierter Ausdrucksvielfalt. Herzlichen Glückwunsch dem Dirigenten und dem Orchester für diese vollendete Leistung und weiter so ins nächste halbe Jahrhundert.

(Ein Bericht von Edwin Mertes)


Saitenzauber auf höchstem Niveau (50 Jahre SZO Saarbrücker Schloss)

– Kritik SZ vom 09.11.2004

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