Herzlich Willkommen ... > Berichte



Berichte

Bericht über das Konzert in Ensdorf: 

Partnerschaftsverein

Ein Konzert der Extraklasse bekamen die Zuhörer am 15.11.2009 im Festsaal des Bergmannsheims Ensdorf zu hören.

Der Partnerschaftsverein Ensdorf präsentierte das Saarländische Jugendgitarrenorchester & das Saarländische Jugendzupforchester mit vielen ersten Preisträgern des Wettbewerbs Jugend musiziert unter der Leitung des Dirigenten Stefan Jenzer.

Musik kennt keine Grenzen, Musik ist die Sprache die jeder versteht. Konzerte führen zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis für alle Menschen, egal welcher Herkunft, Religion und politischer Überzeugung. Dies brachte der Vorsitzende des Vereins Patrick Voigt während seiner Begrüßung zum Ausdruck und hieß auch die französischen und die luxemburgischen Gäste herzlich willkommen.

Den Zuhörern wurde nicht zu viel versprochen, denn das Konzert wurde von Anbeginn mit der absoluten Präsenz und einer erfrischenden Spielfreude der jungen Künstler und Künstlerinnen des Saarländischen Jugendgitarrenorchesters (SGO) mit dem ersten Stück von Antonio Vivaldi eingeleitet. Das zweite Stück von Heinrich Konietzny wurde von dem ersten Solisten des Abends, Andreas Lorson auf der Mandoline mit Bravour vorgetragen. Mit diesem Stück hat er gezeigt, dass auf einer Mandoline auch moderne Klänge ertönen können. Es folgte die Solistin Svenja Beuren, Studentin in der Gitarrenklasse von Stefan Jenzer an der Hochschule für Musik Saar mit einem Stück von Dionisio Aguado. Mit Ihrer Darbietung hat sie einmal mehr das hohe Niveau ihres Könnens unter Beweis gestellt. Es ging im Programm weiter mit dem SGO und der "Suite Espagnole" von Gaspar Sanz. Danach wurde die nächste Solistin Tanja Voigt vom Dirigenten angesagt. Die Ensdorferin hatte hier wieder mal Gelegenheit sich dem heimischen Publikum zu präsentieren. Sie tat das mit dem Stück "Notturno-Cielo Stellato" ihres Lieblingskomponisten Raffaele Calace. Mit Ihrem hervorragenden romantischen Vortrag hat sich die Jungstudentin, von Carlos Muñoz in die Herzen des Publikums gespielt.

Zum Schluss des ersten Teiles bezauberte das Orchester mit dem "St. James Blues" von Dieter Kreidler. Mit ihrer einfühlsamen Stimme zog Sarah Dincher die Zuhörer fest in ihren Bann. Nach kurzer Pause ging es dann im Programm mit dem Saarländischen Jugendzupforchester (SJZO) und dem Werk von Johann Stamitz "Orchestertrio" weiter. Es folgte der "Rail-Road Song" von Yasuo Kuwahara der zeitweilig das Gefühl vermittelte ein Zug rolle durch das Bergmannsheim. Mit einem modernen Stück von Nikita Koshkin "Les Jouets du prince" überzeugte der Solist und Jungstudent Tim Beuren mit seiner Gitarre das Publikum. Nun war das Orchester wieder an der Reihe mit orientalischen Klängen von Raffaele Calace, die uns die Atmosphäre eines Bazars vermittelten. Der jüngste und letzte Solist des Abends, Andreas Walle, meisterte mit seiner Gitarre die "Baden Jazz Suite" von Jiri Jirmal gekonnt und souverän.

Alle Solisten des Abends sind in ihrer jeweiligen Altersklasse Bundespreisträger.

Das offizielle Programm endete mit Claudio Mandonicos "Music for play" vorgetragen vom SJZO. Mit anhaltendem Beifall und stehenden Ovationen erklatschte sich das begeisterte Publikum noch zwei Zugaben.

Zum einen mit spanischen Rhythmen aus "Tres piezas" Paso doble von Dieter Kreidler. Zum andern "Rock Trap" von William Schinstine. Ein Stück bei dem die jungen Musiker auf ihren Körper rhythmisch klatschen und verschiedene, gut harmonierende Töne zusammenfügen. Selbst jene Zuhörer, die sich sonst weniger mit modernen Kompositionen anfreunden können, waren verblüfft von dieser Vielzahl an Klängen und Geräuschen, die die Musikanten hervorbrachten.

Fazit des Abends, beide Orchester unter Leitung von Stefan Jenzer sowie die Solisten bestachen mit klanglicher Präsenz und variantenreicher Tongebung, die nahezu sämtliche Möglichkeiten der Instrumente ausschöpfte. Hinzu kam, dass die ausgewählte temperamentvolle und leidenschaftliche Literatur von Stefan Jenzer genau die Geschmacksrichtung des Auditoriums traf.

Es war ein Musikgenuss der besonderen Art.

 

___

 

Mandolinen virtuous

Saarbrücken. Laien können es in der Musik erstaunlich weit bringen - besonders erfreulich, wenn es sich dabei um den Nachwuchs handelt. Was bei Heranwachsenden in dieser Beziehung möglich ist, zeigte ein Konzert mit dem Saarländischen Jugendzupforchester und dem Saarländischen Jugendgitarrenorchester in der Saarbrücker Musikhochschule. Unter der Leitung von Stefan Jenzer spielte das Jugendzupforchester, in dem die Mandolinen melodiebestimmend sind. Literatur des 18. Jahrhunderts wurde von den Jugendlichen sauber und technisch gelenkig hervorgesprudelt, und drei von ihnen zeigten solistisch auf Mandoline, Mandola und Gitarre in einem Vivaldi-Konzert (Allegro) atemberaubende Virtuosität. Zum Abschluss des ersten Konzertteils eine instrumentenfreie Klatsch-Etüde des Gesamt-Orchesters. Das Publikum war aus dem Häuschen.

Nach der Pause dann das Jugendgitarrenorchester, das, ebenfalls unter der Leitung von Jenzer, vergleichbar geschmeidig musizierte. Neben einer Suite des Spaniers Gaspar Sanz (1640-1710) mit äußerst bekannten Themen widmete man sich vornehmlich zeitgenössischen Klängen mit schmissigen Tanzrhythmen und gewagteren Harmonien. Höhepunkt auch hier das begeisternde Solo dreier Nachwuchsmusiker mit der technisch recht schwierigen Studie "Rush Hour" von Ralph Paulsen-Bahnsen. pes

___

Ein Zupfen für die Sinne

Landesjugendgitarrenorchester begeisterte die Zuhörer im Bildungszentrum



___

Das SJZO beim "Eurofestival der Zupfmusik" in Bamberg



Dieses Jahr fand in Deutschland, genauer gesagt in Bamberg, das "Eurofestival der Zupfmusik" statt. An diesem Festival nahmen über tausend Musiker aus aller Welt teil. Darunter befanden sich dieses Jahr auch das Saarländische Zupforchester, das Saarländische Jugendzupforchester sowie der Gitarrenchor Bous. Am Donnerstag dem 25.05.06 brach in zwei Bussen ein Großteil der Musiker dieser drei Vereine zu der mehrere Stunden langen Fahrt von Saarlouis über Saarbücken (wo einige Musiker noch zustiegen) nach Bamberg auf. Schließlich kamen wir nach ein paar kleineren Pausen um ca. 14.15 Uhr in Hallstadt, einem kleinen Nachbarort von Bamberg, an und ließen uns in dem dortigen Hotel "Country Inn" nieder. Nach einem kurzen nachgezogenem Mittagessen und dem Bezug der Zimmer haben wir uns alle zu einer Probe von 17.30 Uhr - 18.30 Uhr zusammengefunden. Danach fuhren wir dann mit einem Bus zur Konzerthalle in Bamberg, wo wir uns u. a. das Konzert des SZO anhörten. Anschließend war es uns freigestellt ob wir uns die Stadt Bamberg bei Nacht ansehen wollten (z. B. um etw. essen zu gehen) oder ob wir weiteren Konzerten beiwohnen wollten, wie z. B. dem Konzert des Orchestra "Plettro di Tokyo" oder des Quartetto MaGiCo. Am nächsten Tag war unser Konzert an der Reihe. Aufgrund des Zeitmangels, den ein solch großes Ereignis mit sich zieht, hatten wir nur sieben Minuten Zeit für eine Stellprobe und für ein sehr kurzes Anspielen der Stücke im Konzertsaal. Schließlich war, wenn auch mit etwas Verspätung, der Zeitpunkt des Auftrittes gekommen und wir betraten mit ungefähr 50 Spielern die Bühne (50 Spieler, weil diejenigen, die vor ein paar Monaten vom SJZO ins SZO gewechselt waren auch noch mitspielten). Der rissen Saal war bis zur Hälfte gefüllt und das Publikum jubelte nach "Outward of Forest" von Kuwahara und nach "Celidh" von Elke Tober-Vogt lauthals. Am Abend dieses Tages fand noch ein Empfang statt, auf dem den Vertretern der verschieden Orchester, die an dem Festival teilgenommen hatten, eine Urkunde über ihre Teilnahme am Festival überreicht wurde. Am Samstag besuchten wir noch einige Konzerte, wobei es aber jedem selbst überlassen wurde, in welches Konzert er/sie geht oder ob er/sie lieber in die Stadt gehen will (natürlich in 3er Gruppen, worauf wir mehrmals aufmerksam gemacht wurden). An diesem Abend gab es zum Abschluss ein großes Festessen mit einem großem Büffet und mehr als 30 Spanferkeln. Der darauf folgende Tag, war leider schon der Tag der Abreise. Wenn nicht schon getan, räumte man jetzt seine Sachen wieder in den Koffer und machte sich für die Abreise bereit. Nach einem Gruppenfoto und einigen kurzen Ansprachen, war es auch schon so weit. Um 10.00 Uhr fuhren die beiden Busse ab und um 16.30 Uhr war die Endstation der Reise in Saarlouis erreicht. Ich denke, dass niemand in seinen Erwartungen an diese Tour enttäuscht wurde und jeder mit vielen neuen Eindrücken über die Musik nach Hause gegangen ist. Diese Reise ist meiner Meinung nach ein großer Erfolg geworden.

[ Tobias Dahmen ]

___

Probephase des SJZO/SJGO

Vom 04.-07.01. 2006 trafen sich die Spieler der Landesjugendorchester wieder zu ihrer alljährlichen Probephase in der Landesakademie für musisch kulturelle Bildung Ottweiler. Neu hierbei war, dass diesmal nicht nur das SJZO, sondern auch das neue, im Oktober gegründete Saarländische Jugend Gitarren Orchester (SJGO) anwesend war. In den folgenden Tagen hieß es von morgens bis abends: Üben, üben, üben. Da fast alle Gitarristen des SJZO auch Mitglieder des SJGO sind, konnten die beiden Orchester nicht gleichzeitig proben, zumal sie auch noch denselben Dirigenten haben. Also hatten die Mandolinen in der Zeit, in der das SJGO probte, Stimmprobe. Dieses Jahr gab es auch mehr Pausen zwischendurch, womit ein Verbesserungsvorschlag der letzten Probephase in die Tat umgesetzt wurde. Drei Mahlzeiten plus Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch. Die beste Änderung jedoch war, dass unser Dirigent Stefan Jenzer die Nachtruhe von 22.00 Uhr auf 23.30 Uhr verlegt hat. Neben all dem Üben hatten wir aber auch noch eine Menge Spaß. Zum Beispiel funktionierten wir das Foyer in ein kleines Fußballfeld um und spielten dort mit einem kleinen Softball Jeder gegen Jeden. An einem anderen Tag gingen wir alle in den nahe gelegenen Wald spazieren, um uns etwas zu entspannen. Und natürlich ging das Musizieren noch weit über die Proben hinaus und wir spielten und sangen was das Zeug hielt. Aber trotz dieser Annehmlichkeiten übten wir alle sehr fleißig. Denn im Mai findet in Bamberg das internationale Zupfmusikfestival statt. Dort fährt neben dem SZO und dem Bouser Gitarrenchor eben auch das SJZO hin und wir wollen schließlich einen positiven Eindruck hinterlassen. Hiefür kamen dann auch noch die "alten Hasen" (diejenigen, die im Sommer vom SJZO ins SZO gewechselt sind) für einen Tag, weil sie in Bamberg mit dem SJZO spielen werden. Da das SJZO und das SJGO keine Jugendsprecher besaßen, nutzten wir die Gelegenheit und wählten je einen Jugendsprecher plus Vertreter für die beiden Orchester. Schließlich wurde Tobias Dahmen zum Sprecher des SJZO und Kristina Florsch zu seiner Vertreterin gewählt und Sarah Dincher wurde zur Sprecherin des SJGO gewählt. Dieses Jahr nehmen wieder einige Spieler aus den beiden Orchestern an dem Wettbewerb "Jugend musiziert" teil. Daher stellte Stefan einen Abend für ein kleines Vorspiel der "Jugend musiziert" - Teilnehmer zur Verfügung bei dem die Teilnehmer ihr Programm bzw. Teile ihres Programms vorspielen durften, um schon einmal ein bisschen für den Auftritt vor der Jury proben zu können. Man kann sagen, dass wir alle zufrieden mit der Probephase waren. Es gab am Ende nur wenig zu kritisieren. Schließlich beendeten wir die Probephase mit einem Durchgang aller Stücke, die wir in dieser Phase eingeübt haben.

[ Bericht von Tobias Dahmen und Sarah Dincher ]

___

Bei der Gründung des Saarländischen Jugendgitarrenorchester war Arnold Sesterheim (Musikleiter des Landesverbandes Baden-Württemberg) zu Gast. Er ließ es sich nicht nehmen, auch eine paar Grußworte zu schreiben. Hier Auszüge aus seinem Schreiben:



"Sehr geehrter Herr Präsident lieber Thomas Kronenberger,
am Sonntag dem 2. Oktober 2005 hatte ich Gelegenheit für ein paar Stunden der Gründungsarbeitsphase des Saarländischen Jugendgitarrenorchesters in Saarlouis beizuwohnen. Ich gratuliere ganz herzlich zu dieser neuen Initiative, die sich nahtlos in die Erfolgsgeschichte des "kleinen" Verbandes BZVS einreiht!
Sehr beeindruckt war ich von der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der ca. dreißig zum größten Teil noch recht jungen Orchestermitglieder. Das, was mir bei meinem Besuch zu Ohren kam, klang - am zweiten Tag der Gründung! - bereits sehr ansprechend. Positiv auffällig auch die für diese Altersgruppe ungewöhnliche Disziplin während der Proben. Alles zusammen genommen ganz sicher auch das Verdienst der souveränen, d.h. freundlichen und gleichzeitig konsequenten Arbeit des Dirigenten, unserem Musikfreund Stefan Jenzer. Ich beglückwünsche den BZVS zu seinem neuen Orchester und seinem Leiter."
Anmerkung der Redaktion: Arnold Sesterheim ist auch "Künstlerischer Leiter" des JugendGitarrenorchesters Baden-Württemberg, das schon seit Jahren von sich Reden macht. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang einmal einen Besuch auf der Homepage des Orchesters: www.jgo-bw.de

___


5 Jahre Saarländisches Jugendzupforchester

Höchstleistung auf Saiten

Jugendzupforchester-Konzert

Das Saarländische Jugendzupforchester

Saarbrücken. Wer am Samstagabend mit der Erwartung auf gemütliches Schunkeln und altbackene Unterhaltung in die Saarbrücker Hochschule für Musik kam, wurde bitter enttäuscht. Da standen gut 40 Jugendliche mit ihren Mandolinen und Gitarren auf der Bühne und gaben eine ebenso professionelle wie erfrischende Performance ab. Der Anlass: Das Saarländische Jugendzupforchester beging sein fünfjähriges Bestehen.

Thomas Kronenberger, Präsident des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar und Gründer des Ensembles, stellte die Formation als europaweit einziges Jugendzupforchester vor, dessen Mitglieder ausschließlich zwischen zwölf und 19 Jahre alt sind.

Dass sich am Samstag quasi die Crème de la Crème der mit 40 Zupfvereinen sehr regen saarländischen Szene vorstellte, war bald klar.

Unter dem Taktstock Stefan Jenzers, selbst professioneller Gitarrist, interpretierten sie mit ausgewogener Dynamik Johann Friedrich Edelmanns "Sinfonia concertante".

Mit Vivaldis "Konzert für Mandoline und Orchester" stellte das Ensemble ein weiteres Werk aus der Blütezeit der Mandolinenmusik vor, in dem Solistin Martina Hümbert durch ihr filigranes Spiel überzeugte. Mit Kurt Schwaens einfühlsam vorgetragener "Abendmusik" schloss der "ernste" Teil des Abends, der sich nach der Pause mit populären Tänzen fortsetzte.

Temperamentvoll interpretierten die jungen Musiker Siegfried Behrends "Rumba Catalan". In Elke Tober-Vogts "Ceilidh", einer Suite aus schottischen Melodien, bereicherten Akkordeon, Blockflöte, Violine und Gesang den satten Klangkörper, der in Claudio Mandonicos "JazzPopRock Suite" den Saal mit fetzigen Rhythmen aufheizte.

Es verwunderte nicht, dass der Dirigent nach der zweiten Zugabe regelrecht um die Erlaubnis bitten musste, gehen zu dürfen. Blieb die Frage, wie man die Jugendlichen zu solchen Höchstleistungen bringt. Thomas Kronenberger verriet auf dem Gang ein ebenso bestechendes wie einfaches Rezept: "Man muss den Jugendlichen eine Gemeinschaft bieten." ame.

___

Fahrt in den Europa-Park

Nach einem gelungenen Jubiläums-Konzert am vorangegangenem Abend freuten wir uns auf die letzte gemeinsame Fahrt des bestehenden Orchesters, da die älteren jetzt vom SjZO ins SZO wechseln werden.
Schon früh morgens um 6:00 Uhr war die Abfahrt mit dem Bus am Landratsamt in Saarlouis. Nachdem wir um ca. 6:20 Uhr die am zweiten vereinbarten Treffpunkt, der Musikhochschule Saar, wartenden restlichen Teilnehmer aufnahmen, fuhren wir schließlich zum Europa-Park. Die ca. 3 Stunden lange Fahrt nutzten einige, um ihren Schlaf nachzuholen. Andere wiederum spielten Karten, lasen oder hörten Musik. Nach den 3 Stunden standen wir endlich vor den Pforten des Europa-Parks und warteten nur noch darauf, dass Thomas Kronenberger uns die Eintrittskarten besorgte. Nachdem er uns die Karten ausgehändigt hatte, drohte er noch einmal, dass wenn er, Stefan oder Martina jemanden aus dem Orchester allein, und nicht in den vorher festgelegten Gruppen antreffen würde, derjenige dann den ganzen restlichen Tag mit ihnen verbringen müsse. Dann betraten wir den Europa-Park. Ein großer Teil von uns entschloss sich, direkt mit dem Europa-Park-Express zum anderen Teil des Parks, nach Spanien, zu fahren, da dort am Morgen weniger Betrieb ist. Der kleinere Teil wollte direkt zum Silver-Star. Danach schlenderten wir durch den Park und probierten noch einige andere Attraktionen aus. Da es sehr heiß war, waren die Wasserachterbahnen bei uns beliebt. So gingen wir z.B. auf das "Fjord Rafting", das durch seinen veränderten Streckenablauf das Nasswerden garantiert, oder auf die neue Wasserachterbahn "Atlantika", die zwar relativ kurz ist, aber etwas einzigartiges im Europa-Park bietet. Ist man an dem höchsten Punkt der Bahn angelangt, wird man auf einer Plattform gedreht und fährt rückwärts durch eine Senke, bis man auf einer zweiten Plattform gestoppt wird. Nach einer erneuten Drehung rast das Boot, ähnlich der "Poseidon", mit 80 km/h ins Wasser, um noch einmal richtig nass zu werden. Als wir am "Globe-Theatre" vorbeikamen, sahen wir den Bus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, der zur Besichtigung offen stand. Einige ließen es sich nicht nehmen, die beindruckende Innenausstattung des Busses zu bewundern. Als es dann, nach vielen weiteren Achterbahnen, auf 17:30 Uhr zuging, machten wir uns auf den Weg zum Parkausgang. Dort sammelten wir uns und gingen geschlossen zurück zum Bus. Da es ein sehr anstrengender Tag war, schliefen wieder einige im Bus bis zur Ankunft in Saarbrücken bzw. Saarlouis.
Aber wir alle waren glücklich über die gelungene Fahrt in den Europa-Park.

von Adrian Mang und Tobias Dahmen

___

Höchstleistung auf Saiten

Jugendzupforchester-Konzert



Saarbrücken. Wer am Samstagabend mit der Erwartung auf gemütliches Schunkeln und altbackene Unterhaltung in die Saarbrücker Hochschule für Musik kam, wurde bitter enttäuscht. Da standen gut 40 Jugendliche mit ihren Mandolinen und Gitarren auf der Bühne und gaben eine ebenso professionelle wie erfrischende Performance ab. Der Anlass: Das Saarländische Jugendzupforchester beging sein fünfjähriges Bestehen.
Thomas Kronenberger, Präsident des Bundes für Zupf- und Volksmusik Saar und Gründer des Ensembles, stellte die Formation als europaweit einziges Jugendzupforchester vor, dessen Mitglieder ausschließlich zwischen zwölf und 19 Jahre alt sind.
Dass sich am Samstag quasi die Crème de la Crème der mit 40 Zupfvereinen sehr regen saarländischen Szene vorstellte, war bald klar.
Unter dem Taktstock Stefan Jenzers, selbst professioneller Gitarrist, interpretierten sie mit ausgewogener Dynamik Johann Friedrich Edelmanns ?Sinfonia concertante?.
Mit Vivaldis ?Konzert für Mandoline und Orchester? stellte das Ensemble ein weiteres Werk aus der Blütezeit der Mandolinenmusik vor, in dem Solistin Martina Hümbert durch ihr filigranes Spiel überzeugte. Mit Kurt Schwaens einfühlsam vorgetragener ?Abendmusik? schloss der ?ernste? Teil des Abends, der sich nach der Pause mit populären Tänzen fortsetzte.
Temperamentvoll interpretierten die jungen Musiker Siegfried Behrends ?Rumba Catalan?. In Elke Tober-Vogts ?Ceilidh?, einer Suite aus schottischen Melodien, bereicherten Akkordeon, Blockflöte, Violine und Gesang den satten Klangkörper, der in Claudio Mandonicos ?JazzPopRock Suite? den Saal mit fetzigen Rhythmen aufheizte.
Es verwunderte nicht, dass der Dirigent nach der zweiten Zugabe regelrecht um die Erlaubnis bitten musste, gehen zu dürfen. Blieb die Frage, wie man die Jugendlichen zu solchen Höchstleistungen bringt. Thomas Kronenberger verriet auf dem Gang ein ebenso bestechendes wie einfaches Rezept: ?Man muss den Jugendlichen eine Gemeinschaft bieten.? ame


___





___

Konzertreise zum Eurofestival der Zupfmusik 2002 nach Friedrichshafen

Am 30.05. um 6.00 Uhr morgens begann unsere Konzertreise zum Eurofestival Zupfmusik 2002 in Friedrichshafen. Dieses Festival wurde vom Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) veranstaltet. Sie arbeiteten zusammen mit der European Guitar and Mandolin Association (EGMA) und der European Guitar Teachers Association (EGTA).Wir, das SJZO fuhren (zusammen mit dem SZO) mit dem Bus in einer siebenstündigen Fahrt zur Zeppelinstadt. Hier versammelten sich Zupfmusiker aus aller Welt, um zusammen zu musizieren und Konzerte zu geben nach dem Motto " 100 Jahre Zupfmusik" und musizierten sowohl als Solokünstler (z.B. Evan Marshall) als auch im Duett (z.B. Kozo Onishi und Isao Kataguchi), Quartett (z.B. Quartetto Colori) und größeren Orchester (z.B. Classic Domra Ensemble). Es waren z.B. Franzosen, Holländer, Japaner, Russen, Luxemburger, Dänen, Italiener und Kroaten angereist. Bevor wir im Hotel einchecken konnten, mussten wir uns auch schon auf unseren Auftritt vorbereiten. Nach dem Konzert fuhren wir zu den Hotels, das SJZO und SZO getrennt. Wir konnten mit unserer Festivalkarte alle Konzerte besuchen. Davon wurden jeweils nachmittags und abends zwei angeboten. Das SZO gab ein ebenfalls sehr gelungenes Konzert. Es gab zahlreiche Workshops, in denen unter anderem behandelt wurde, worauf beim Kauf einer Schülergitarre zu achten ist oder was man tun kann, damit möglichst wenig Kinder und Jugendliche die Lust an ihrem Instrument verlieren, und Ausstellungen von Instrumenten, Noten, Musikbüchern, Tonträgern, Saiten und Musikzubehör, die gut besucht wurden. Nach den Workshops, die auch am Morgen stattfanden, gab es im Graf-Zeppelin-Haus Mittagessen und am Samstagabend sogar ein Gala-Buffet. Wenn wir gerade keine Konzerte besuchten, hatten wir Zeit um auf dem Bodensee Tretboot zu fahren, Minigolf zu spielen, durch Friedrichshafen zu spazieren oder einfach in der Sonne zu entspannen (wobei das Wetter wunderbar mitgespielt hat: jeden Tag Temperaturen von 25-30° C!). Insgesamt kann man sagen, dass für jeden etwas dabei war und jeder Spaß hatte!

[ erschienen in der BZVS-News Ausgabe 3 - Bericht von Katharina Schwarz, Christian Walter, Jan Hendrik Rosenkranz ]

___

Unsere perfekte Bundeshauptstadt

"Wenn einer eine Reise tut " - SJZO--Konzertreise nach Berlin vom 6.-9.12.2001 Früh um 6h trafen sich die Spielerinnen und Spieler des Saarländischen Jugend Zupforchesters (SJZO) am Bahnhof in Saarlouis, manche mehr und manche weniger wach, um auf die erste große Tour nach Berlin aufzubrechen. Der Bus wurde mit Gepäck für 2 Wochen beladen und wir starteten zur Überraschung von Thomas Kronenberger pünktlich in Richtung Osten. Unterwegs wurden noch einige Mitfahrer aufgesammelt und im Bus wurde es immer leiser: man nennt es Müdigkeit!
Die Sonne zeigte sich langsam und was durfte nicht fehlen: die Regieanweisungen unseres Chefs! "Das hier ist keine Klassenfahrt, daher sind die aufgestellten Regeln auch einzuhalten! Wer sich nicht daran hält, fährt in Zukunft nicht mehr mit!" Klare Ansage. Ansonsten lauschten wir den Erklärungen von Thomas über Land und Leute und wurden mit der schwierigen Frage "Wie viele Bundesländer durchfahren wir bis Berlin?" Konfrontiert. Thomas war beruflich 4 Jahre im Osten unterwegs und lebte in dieser Zeit in Berlin. Je näher wir der Bundeshauptstadt kamen um so mehr Aufregung entstand. Die meisten kannten Berlin noch gar nicht und waren schon sehr gespannt auf die einzige Großstadt die Deutschland zu bieten hat. Unser Hotel Kolumbus war echt super gut und da wir zum Essen bereits von dem saarländischen Wirt Ottmar Bonner im "Groschen Keller" in Steglitz eingeladen waren, hatten wir genau 30 min. Zeit zum Einchecken und wieder im Bus zu sitzen. Quer durch die ganze Stadt ging es dann zum Restaurant und Thomas nutzte jede Gelegenheit, über Berlin zu erzählen. Die Eheleute Bonner empfingen uns sehr freundlich und die Fütterung konnte beginnen. Super lecker war das Essen und zu unserer Freude wurden die Getränke auch noch übernommen. Klasse! Danke Liebe Bonner's, der 1. Tag hatte sich schon voll rentiert und zu Hause werden wir alle den "Groschen Keller" weiter empfehlen!
Freitags ging es nach einem großen Frühstück dann zum Potsdamer Platz. Da wir um 13h eine exklusive Führung durch den Bundesrat bestellt hatten, wurde die kurze Zeit zum schnellen Bummel durch die "Arkaden" und ein paar Schnappschüssen genutzt. Ein toller Platz. Die Besichtigung des Bundesrates war echt gut organisiert. Haben wir doch erfahren, wie und wo hier die Ländervertretungen ihre Sitzungen abhalten. Wir waren ja auch auf Einladung unserer Landesvertretung in Berlin. Frau Monika Beck, Staatssekretärin hatte uns durch Herrn Dr. Thomas Jakobs eingeladen, den Nikolaustag in den Landesvertretungen des Saarlandes und Brandenburgs mit zu gestalten. In unserer Vertretung wurden wir um 15h empfangen. Es folgte ein doch sehr trockener und, sorry, langweiliger Bericht über das Haus und da wir stehen durften und uns der Magen knurrte, waren wir froh, als es hieß "viel Spaß noch in Berlin und bis morgen dann!" Über ein Stück Kuchen und was zu trinken hätten wir uns schon gefreut. Macht aber nix, wird beim nächsten mal sicher besser organisiert sein.
Zum Essen wurden wir dann "freigelassen" und durften uns den Potsdamer Platz bei dieser Gelegenheit etwas länger anschauen. In Berlin gibt es wirklich Alles. Egal was Du wann essen willst, du findest es sicher in einem der vielen Bezirke von Berlin. Da uns die 1. Nacht noch in den Knochen steckte (ne, Thomas, wir waren alle pünktlich im Bett, nur mit dem Schlafen hat's nicht gleich funktioniert!) und das Rumlaufen auch sehr müde macht, wurden wir in Anbetracht der Konzerte am nächsten Tag früh in die Betten geschickt. Geschlafen haben wir dann von selbst auch gleich. Gegen 10h war abfahrt und in der Landesvertretung Brandenburg wurden wir voller Freude und sehr herzlich Aufgenommen. Hatte Dr. Jakobs doch noch über Nacht ein Klavier organisiert (ehrlich gesagt, ein Klavierkonzert klingt auch mit Klavier viel besser!) und die Brandenburger hatten auch ans leibliche Wohl gedacht. Vielen vielen Dank Ihr lieben Leut, es war uns ein Fest in euren schönen Räumen zu konzertieren. Gegen 14h ging es dann los.
Das "Jugend musiziert" Gitarrenquartett spielte die Einleitung in der Vertretung des Saarlandes, während sich das Orchester in der gegenüberliegenden Vertretung Brandenburgs auf seinen Auftritt vorbereitete. Und Zuhörer waren ja auch in beiden Vertretungen jede Menge an Bord. Nach "Telemann" und den Begrüßungsworten durch Frau Monika Beck ging es im eil Tempo über die Straße und unterwegs trafen wir auf die Dombläser aus Potsdam, welche die Einleitung in "Brandenburg" gestalteten und nun im "Saarland" aufspielen sollten.
Der Saal in "Brandenburg" war voll und wir waren gut drauf, also dirigierten Nicole Forse und Sandra Dörrenbächer abwechselnd unsere Stücke und die Zuhörer waren begeistert. Das Publikum freute sich so sehr, dass wir nach unserem offiziellen Konzert auch noch Nikolauslieder zum Mitsingen in einer kleinen Gruppe um Thomas spielten. Um 16:30 h war dann wieder der fliegende Wechsel, weil nun im "Saarland" der Nikolaus kam und wir dort für die nötigen Nikolauslieder zum Mitsingen gebraucht wurden.
Die folgende Nacht wurde dann auch "überraschend" lang und einige testeten auch noch zur frühen Morgenstunde, ob der Hotelbarkeeper auch noch freundlich ein Weizenbier servieren kann. Ja, er konnte und gesprächig war der Bartyp auch noch. Nach einer kurzen Nacht, ging es dann um 11h ab Richtung Saarland. Die Stimmung im Bus war überschäumend gut, sind wir uns doch alle viel näher gekommen und haben in Berlin ein gutes Konzert gegeben. Und wenn dann noch einige (gell Jaci) pünktlich von Ihren Eltern an den abgemachten Warteplätzen abgeholt würden, müssten andere Eltern nicht noch an den weiteren Haltepunkten auf den ganzen Bus warten.
Im Nachhinein war die Tour sehr anstrengend aber auch super schön und wir danken beiden Landesvertretungen für die Gastfreundschaft und die Einladung nach Berlin und freuen uns auf eine 2. die, wenn sie denn kommt, wir gerne annehmen werden.

[ Bericht von Marion Kiefer und Matthias Nikola ]
[ erschienen Juni 2002 in der BZVS-News Ausgabe 2 ]

___

Musikalischer Nachwuchs auf dem Weg zum Bundeswettbewerb

Der 39. Landeswettbewerb "JUGEND MUSIZIERT" am 21.03.3002 in der Musikhochschule Saarbrücken brachte viele erfreuliche Ergebnisse aber auch einige Enttäuschungen. Ausgeschrieben für Klavier, Gesang, Harfe, Zeitgenössische Musik, Bläser- sowie Streichensembles glänzten insbesondere die Pianisten mit hervorragenden Leistungen.
Das große Ziel Bundeswettbewerb haben vom BZVS Jan Rosenkranz und Tobias Rößler in der Solowertung Klavier erreicht. Für Tobias Rößler ist es die fünfte Teilnahme bei Jugend Musiziert mit vier ersten und einem 2. Platz auf Landesebene seit 1998. Die nächste Herausforderung steht an Pfingsten für beide bevor.
Konnten die jungen Talente bereits in den Kreiswettbewerben ihr Können aufblitzen lassen, so war der dankbare Lohn die Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Hier zeigte sich, wie der wahre Leistungsstand jedes einzelnen ist. Können, gute Nerven, um mit der Anspannung fertig zu werden und natürlich auch Glück gehören beim Landeswettbewerb dazu, um letztendlich zum Bundeswettbewerb zu kommen.
In der Solowertung Klavier erreichten Henry Ginkel (Homburg), Maria Haupenthal (Homburg), Kelly Kuhn (St. Wendel) und Lisa Schudell (Lebach) einen ersten Platz.
Riesig war die Freude bei den vier Pianisten Anny Hwang (Saarbrücken), Jan Rosenkranz (Saarbrücken), Tobias Rößler (Reisbach) und Sebastian Wehrfritz (Zweibrücken). Alle vier in Altergruppe 3 gestarteten Teilnehmer erreichten mit 23 Punkten und darüber einen ersten Platz und die Qualifikation für den Bundeswettbewerb vom 17. - 23. Mai 2002 in Erlangen, Fürth und Nürnberg.
Eine interessante Entwicklung fällt in der Kategorie Harfe auf, da sich dieses Instrument steigender Beliebtheit erfreut. Gleich viermal wurde ein erster Preis vergeben. Zwei erste Preisträgerinnen gab es in der Gesangswertung.
Bei den Streicher-Ensembles erreichten 5 junge Damen einen ersten Preis. Ein Bläser-Quintett aus Losheim sowie ein Trio aus Mandelbachtal kamen auf einen ersten Platz. In der Wertung für zeitgenössische Musik errangen Susanne Peters, Stefan Ahr und Astrid Pechstein den begehrten ersten Preis.
Dass Glück und Enttäuschung gerade in einem solchen Wettbewerb dicht beieinander liegen, zeigte sich auch diesmal an der Reaktion während der Bekanntgabe der Ergebnisse. Die Teilnehme ist bereits ein Erfolg, wenn auch nicht bei jedem das gewünschte Ergebnis herausgekommen ist. Was überwiegt, ist die Freude über das bisher Erreichte und Aufgabe, weiter an seine Zielen zu arbeiten.

[ Bericht von Tobias Rößler ]
[ erschienen Juni 2002 in der BZVS-News Ausgabe 2 ]